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Bei den Leisen Tönen. Manchmal braucht es einen Blog, um sich Luft zum Denken zu verschaffen. Keine Steckenpferde, Hobbies oder sonstiges Spezielles, nur Luft zum Denken.

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Auf Spatzen geschossen

Mittwoch, 31. Mai 2017

Übung

Sitze seit einer Minute auf der Bank auf der Limmer und schon setzt sich jemand dazu. Dazu kenne ich ihn auch. Es ist der unsympathische Bekannte eines Freundes von mir. Jetzt ist er wieder gegangen, weil ich anfing, auf meinem Smartphone diesen Text zu schreiben. Das war wohl irgendeine Art von Übertragung.
Außerdem habe ich dem Text eine rhetorische Figur der Wiederholung zugefügt. Leider habe ich den Namen vergessen.

Samstag, 16. April 2016

Initiativbewerbung

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großem Interesse verfolge ich nun schon seit geraumer Zeit Ihre Aktivitäten in meinem Spammailordner. Ihr Geschäftsmodell besticht durch Kreativität, Innovation und Ausdauer, Eigenschaften, die ich bei meinen vielfältig ausgeübten Tätigkeiten schon oft unter Beweis gestellt habe.

Ich bin nicht ortsgebunden und arbeite gern bei freier Zeiteinteilung. Terminvorgaben sind mir deshalb aber nicht fremd. Meine Arbeitsweise ist gekennzeichnet durch Schnelligkeit und Präzision.

Um Ihre Geschäfte insbesondere im deutschsprachigen Raum sinnvoll zu unterstützen, biete ich Ihnen hiermit meine umfangreichen Erfahrungen im Bereich des Lektorats an. Beigefügt habe ich meiner Bewerbung eine Expertise Ihrer jüngst an mich adressierten Spam-Mail. Die roten Unterstreichungen kennzeichnen diejenigen Stellen, die ich durch meine erworbene Sachkenntnis für ausbaufähig halte. Genaueres wäre in einem persönlichen Gespräch zu klären.

In Erwartung Ihrer baldigen positiven Rückmeldung verbleibe ich mit freundlichen Grüßen.

Herzlich, Ihr Leise Töne

Montag, 28. März 2016

Tatort und Sushi

Um gleich mit einem Vorurteil aufzuräumen: Es liegt nicht am frischen Fisch, den man montags nicht bekommt, dass der Sushimann um die Ecke am Montag geschlossen hat. Es liegt am Umsatz. Wenn es nicht am Umsatz läge, würde der Sushimann am Ostermontag geschlossen haben, denn da gäbe es auch keinen frischen Fisch.

Wahrscheinlich ist der Fisch vom Ostermontag sogar unfrischer als der Fisch an gewöhnlichen Montagen wäre, weil der Freitag davor nicht auch schon frei war. Vielleicht wäre aber der Fisch am Montag nach Christi Himmelfahrt der Unfrischeste, weil der Mittwoch der Vorwoche bereits der letzte Arbeitstag war: Donnerstag ist Feiertag, Freitag ist Brückentag und Wochenende ist ja bekanntlich Wochenende. Aber das sind alles Mutmaßungen, denn am Montag nach Christi Himmelfahrt hat der Sushimann geschlossen.

So, und nun die sorgfältige Beobachtung: Vor dem Tatort ist beim Sushimann immer die Hölle los. Die Bestellungen trudeln dutzendweise ein. Ständig sieht man die Leute ein- und ausgehen, Bestellungen aufgeben und abholen. Unsere Bestellung ist da nur eine von vielen, und so dauert es bis zu einer Stunde von mir zu Haus zu mir nach Haus mit einer Portion frischem (sonntags, Mutmaßung) oder weniger frischem (montags, Mutmaßung) Fisch im Gepäck.

Das liegt nicht am Montag und auch nicht am Sonntag. Das liegt am Tatort. Nun könnte natürlich der kluge Einwender einwänden, hier habe neben der Rechtschreibreform auch meine Kundigkeit des Fernsehprogramms versagt, denn auch am Sonntag lief ja ein Tatort. Dem ist aber nicht so. Beim Tatort nämlich zählt nur frische Ware. Da ist es völlig egal, ob diese am Sonntag oder am Ostermontag gesendet wird. So ist das. Was Sie daraus jetzt machen ist Ihre Sache, ich habe vorgesorgt:

Sonntag, 13. März 2016

Ein begrenzter Zeitraum kostenlos

Das ploppte heute nicht zum ersten Mal auf meinem Bildschirm auf. Wenn ich nicht so ein absoluter Idiot in solchen technischen Fragen wäre, ich würde morgen ein anderes Betriebssystem installieren. Und ich bin mir sicher, die wissen das. Die wissen, dass ich ein Vollpfosten bin, wenn es nur darum geht, html und flash auseinanderzuhalten.

Die führen mich vor. Diese Formulierung, "Sie erhalten das Upgrade auf Windows 10 einen begrenzten Zeitraum kostenlos.", die ist wie für mich gemacht. Die verhohnepipeln mich: "Ja, kostenlos. Vollversion von Windows 10, keine Testversion." Die machen das extradumm, nur für mich. Die lachen mich aus, ich kann das hören. Die Nerds bei Microsoft sitzen in ihren klimatisierten Büros mit Tischtennisplatte und Sushibar und lachen so laut über ihr Angebot, dass ich sie hier noch lachen höre. Begrenzter Zeitraum! Vollversion! Kostenlos!

Diese drei Sachen überhaupt in eine Werbeanzeige unterzubringen und damit Geld verdienen zu wollen, hah, nicht wollen, die verdienen damit Geld!, das kann sich nur die dummdreisteste Marketingabteilung der Welt ausdenken.

Upgrade! Aber nicht irgendein Upgrade, nein, das Upgrade! Sie sitzen nicht plötzlich für eine halbe Stunde in der ersten Klasse und müssen dann zurück nach hinten, wo die Turbinen heulen, Mittelgang vorletzte Reihe vor dem Klo, wo jeder lang kommt und einen anglotzt. Nein, Sie bekommen hier den echt, richtigen Schit, Alter! Windwos 10!, mit kostenlosem Virenscanner! Ihr Computer ist kompatibel, das haben die schon getestet! Sie können jetzt oder heute Abend aktualisieren!

Microsoft. Das Upgrade!

Samstag, 5. März 2016

Jetzt noch mehr Spinat!

Wer hier öfters liest, weiß ja, dass ich ein Faible für Spinat habe. Dazu gehört natürlich auch eine Spinatpizza. Ich bevorzuge die dicke American Style Spinatpizza. Die ist jetzt sogar mit noch mehr Spinat. Das steht auf der Verpackung.


Finden Sie den Spinat, der da jetzt mehr drauf ist? Ja? Glückwunsch!

Ich persönlich finde diese Ehrlichkeit des Pizzaherstellers einfach bewundernswert. Oft liest man ja auf Verpackungen etwas von einer „neuen Rezeptur“ oder „jetzt noch leckerer“ oder „hält noch länger frisch“. So etwas ist schlecht nachzuprüfen. Das Mehr an Spinat wäre auch kaum nachzuprüfen, denn wer hebt schon eine alte Verpackung auf, um zu vergleichen, wieviel Spinat denn vorher auf der Pizza war. Wenn diese Angabe denn überhaupt erfolgt ist! In Gramm oder was? Oder in Prozent? Das merkt sich doch niemand!

Aber hier, ganz anders. Das haben sich die Marketingstrategen ganz vorzüglich ausgedacht. Einfach einen Klatsch grüner Häcksel irgendwo in den Kreis, gut sichtbar, und schon kann niemand sagen, er hätte das Mehr an Spinat nicht bemerkt. Einfach toll! Weiter so!

Montag, 15. Februar 2016

In Hannover wird gefeiert

Finale! Jubiläum! Winterschluss! Ramsch! Früher gab es da ganz eindeutige Vorschriften, die unterwandert wurden. Da kam es dann schon mal vor, dass nicht nur alle 25 Jahre ein Jubiläumsverkauf stattfand, weil sich der Firmengründer plötzlich daran erinnerte, dass er doch eigentlich mal mit einem Kleinelektrogerätegeschäft begonnen hatte, bevor er 8 Jahre später in Großmöbel machte. Kann ja mal vorkommen sowas. Heute ist jedes Jahr Jubiläum.

Früher da gab es einen Schlussverkauf. Für Textilien! Da freute sich der Teppichhändler, weil das waren auch irgendwie textile Produkte. Die unterlagen zwar keiner Winter- und Sommermode, beherbergten dafür jede Menge Ungeziefer, wenn sie zu lange im Stapel vor sich hindümpelten. Mein Chef in einer großen Möbelklitsche in der Teppichabteilung stellte sich zu Beginn des Schlussverkaufs hin und nahm den Stapel mit muffigen Nepalbrücken vom letzten Jahr…hundert und begann damit die Gänge zuzuwerfen. Dann rief er einmal ganz laut und eine halbe Stunde später waren die Teppiche mitsamt Getier in Kofferräumen verstaut auf dem Weg ins Freie.

Heute kann man Döner im Schlussverkauf kaufen! Oder Fernseher. Oder Räumungsverkauf. Weil gestern das alte Regal hinten links abgebaut wurde mit Ramsch drin, die selbst zum reduzierten Preis noch zu teuer ist. Alles muss raus, denn morgen schon kommt das neue Regal mit neuer Scheißware.

Und dann gibt es einen Neueröffnungsjubiläumssonderrabatt! In Hannover, weil in Bremen umgebaut wurde. Letzte Chance! Bis 27.02.! Ausrufezeichen! Doppeltes Ausrufezeichen! Welches Jahr haben wir überhaupt? Ist nicht bald wieder Jubiläum?



Montag, 25. Januar 2016

Wild Berries

Auf der Packung ist eine pinkfarbene Flüssigkeit in dynamischer Plätscherei abgedruckt. Dazwischen finden sich eine Brombeere und eine Himbeere, die ebenfalls, vom Schwall der Flüssigkeit erfasst, in eine imaginäre Richtung gespült werden, die jenseits des Packungaufdrucks zu liegen scheint. Glitzerndes Rosa in der Verpackung scheint durch die Verpackung hindurch.

Ungefähr so eine Farbe hat die rote Grütze in der DDR gehabt. Beide Produkte verbindet die offensichtliche Nichtverbindung mit den auf der Packung abgebildeten Früchten, die für die rote Grütze bedeutete, dass sie nicht nach Himbeere schmeckte und nicht im Entferntesten danach aussah – der klassische Serviervorschlag, also. Der Serviervorschlag besagt nämlich nicht, dass etwas in dem Produkt tatsächlich drin sein muss, auch wenn er es suggeriert. Er besagt lediglich, dass das Produkt durch die zusätzliche Drapierung mit einem Produkt, das farblich, geschmacklich oder irgendwie anders dazu passt, optisch aufgewertet werden könnte.

Nur ist das Produkt, von dem ich hier schreibe, keine rote Grütze, die offensichtlich eines Zusatzes von wilden Beeren entbehrt. Es handelt sich bei diesem Produkt um ein WC-Reinigungsgel. Allen WC-Reinigungsgels ist gemein, dass die Inhaltsstoffe nur eine verkürzte Auflistung erfahren. Da steht nichts von Aromen oder Fruchtessenzen. Wenn Sie Glück haben, finden sie darauf den Hinweis, dass soundsoviel Prozente nichtionische Tenside enthalten sind, außerdem Duftstoffe, Farbstoffe und organische Säure, was auch immer das bedeuten mag. Niemand kann wissen, ob da tatsächlich Himbeeren drin sind oder lediglich ein Bild davon auf der Verpackung abgedruckt ist.

Das Schlimmste daran ist, dass es sich bei dieser Verpackungsverschönerungsmaßnahme noch nicht einmal um einen Serviervorschlag handeln kann. Aus mehreren Gründen:

1. Das Produkt ist definitiv nicht zum Verzehr geeignet.

2. Die Himbeere erfüllt darüber hinaus auch nicht den Zweck, ein Produkt, in dem keine Himbeeren vorkommen, so aussehen zu lassen, als würden welche darin vorkommen.

3. Die Himbeere wertet das Produkt, das keine Himbeeren enthält, nicht auf. Das habe ich ausprobiert. Leider war es nur eine Tiefkühlhimbeere.

4. Das Produkt stinkt, wie solche Produkte eben stinken, ob mit oder ohne Himbeere. Gehen Sie bloß nicht so nah ran, davon kann einem schlecht werden.


Mittwoch, 6. Januar 2016

Norman Price stirbt bei einem Motorradunfall

Ich bin Masochist in TV-Fragen oder ein Mündel der Einfalt. Ich hatte doch heute für einen ganz kleinen Augenblick eine ganz große Hoffnung. Obwohl ich erst am Wochenende mit dem zweiten Teil der Tatort-Reihe restlos bedient gewesen sein sollte, ausreichend versorgt bis mindestens Mitte des Jahres, habe ich mich heute aus Versehen schon wieder vor den Fernseher gesetzt und einen Krimi geschaut. Was soll man auch machen, wenn man alte Bekannte trifft, den alten Robert Atzorn, einst Tatort-Kommissar in Hamburg und nun als Fast-Pensionär auf den Spuren eines 16 Jahre zurückliegenden Verbrechens in einem Kaff im oder am Moor.

Der Krimi war lahm, langweilig, vorhersehbar. Da gab es eine Szene, in der war nur kurz eine Schere zu sehen und schon wusste ich, dass sich die Frau im nächsten Augenblick die Haare abschneiden wird, da fielen schon die ersten Strähnen. Hätte die Diele geknarzt, als der alte Polizist seine Tochter ausschnüffelt, während sie im Hintergrund ihren großen Auftritt plant, um sich für immer zu entlasten, dann hätte ich jedes Detail vorhergesagt, das mir aufgefallen ist. Die Diele knarzte nicht. Aber die Szene machte die Tochter ihrem Vater.

Am Ende gab es plötzlich Bewegung, das kennt man ja. Da taucht plötzlich jemand auf, entdeckt zufällig ein Detail, Widersprüche, man verheddert sich und schon ist der zweite Mord geplant, im Moor wie der erste. Nichts deutet auf die Tochter, die es eindeutig gewesen ist – der Fernsehzuschauer war ja live dabei. Und für einen kurzen Augenblick freute ich mich diebisch. Sollte sie vielleicht davon kommen? Könnte mir dieses völlig ungerechte Ende – immerhin hatte sie ja damit schon zwei Frauen auf dem Gewissen – darüber hinweghelfen, ansonsten meine Zeit verschwendet zu haben? Damit, dass die Frau entkommt und niemand etwas merkt? Sie womöglich noch ihren alten Liebhaber abstaubt, deren beider Flammen sie zuvor getötet hatte? Oh ja! Das hätte mich für so manches entschädigt. Ich hätte mir jeden dummen Fernsehkrimi, den ich in meinem Leben gesehen habe, verziehen.

Wenn ich hin und wieder mit meinen Kindern eine Folge Feuerwehrmann Sam schaue, stelle ich mir manchmal vor, wie etwas total schief geht, jemand ertrinkt oder in den Flammen stirbt. Nicht weil ich meine Kinder solchen Kram ausgesetzt sehen möchte, nein, einfach so für mich. Wieso kann nicht mal jemand eine Folge Feuerwehrmann Sam für Erwachsene drehen, die ich mir dann heimlich anschaue, die mich für den ganzen Schwachsinn entschädigt? Bei der der nervige Norman Price eine richtige Packung kriegt, ein Motorrad klaut und sich damit lang macht, ein Bein verliert oder ein Auge oder eben stirbt? Oder wo Hauptfeuerwehrmann Steele einen Fehler macht und Jupiter, das Feuerwehrauto, komplett schrottet?

Heute sah ich den kleinen Maulwurf. Dem grub ein Roboter einen Tunnel bis an den Strand. Dort badeten er und seine Freunde zusammen im Meer. Dann kam ein Hai und fraß den Hasen auf. Hier hätte der Film für Erwachsene enden können. Die Kinderversion ging natürlich weiter. Der Roboter fing den Hai ein und schüttelte ihn so lange, bis er den Hasen wieder ausgespuckt hatte, dann warf er den Hai ins Meer zurück. Das sind immer noch sehr schöne Trickfilme, die ich selber schon als kleiner Steppke geguckt habe und mir immer noch gern ansehe.

Aber manchmal, an Tagen, an denen ich eine Überdosis heiler Welt im Fernsehen genieße, da wünschte ich mir hin und wieder eine ganze Schar alternativer Enden, die plötzlich das Böse gewinnen lassen, die Mörder davonkommen, die den Rundfunkanstalten tonnenweise Schmähbriefe und ein ehrlich gemeintes Lob einbringen würden. Ich würde es sogar per Post schicken, in einem Umschlag, den man unter Tausenden von Briefen erkennt, überfrankiert, per Einschreiben mit Rückschein und einem Vermerk auf der Front: LOB! Bitte, nur einmal!

Sonntag, 29. November 2015

Borowski, und?

Ich habe heute um 21:15 Uhr auf die Uhr geschaut. Nicht auf meine, weil ich die gerade nicht parat hatte. Ehrlich gesagt, ich habe gar keine Uhr, sondern schaue auf mein Handy, wenn ich wissen will, wie spät es ist. Aber selbst das hatte ich nicht in Reichweite. Dennoch kam ich genügend schnell dazu, auf eine Uhr zu gucken, um festzustellen, dass es genau 21:15 Uhr ist.

Zu genau diesem Zeitpunkt redeten der „stille Gast“ und Borowski über ihren Liebsten, die dem jeweils anderen aus der persönlichen Reichweite entfernt worden waren, wiederum von dem jeweils anderen. Ich las es ab von der Küchenuhr, die Borwoski da hängen hat. Ansonsten fliegt da auch schon mal die Pfanne oder ein Toaster. Da wird eine hässliche Wunde über dem Auge mit einem Tequila desinfiziert. Und überhaupt der Borowski. Mit seinem extra schmalen Pornobalken, dafür mal ohne Krawatte, reichlich derangiert. Wie Katze und Katze war das. Hanebüchen.

Hanebüchen leitet sich übrigens irgendwie von der Hainbuche ab und bezeichnete ursprünglich einen eher derben, groben Menschen. Wie der Bedeutungswandel zustande kam, darüber ist nichts bekannt, aber plötzlich war er da und Dinge wurden hanebüchen, wenn sie absurd oder an den Haaren herbeigezogen waren. Dabei ist das ja gar nicht so weit von einander entfernt. Wenn ein etwas grober Mensch um eine Ausrede verlegen ist, könnte er ja schon irgendwen an den Haaren herbeiziehen, um demjenigen dann die Schuld in die Schuhe zu schieben. Aber nur, weil sich jemand an den Haaren herbei ziehen lässt, muss das nicht heißen, dass er sich den Schuh auch anzieht, und dann steht er da, der Grobian.

So. Jetzt haben Sie wieder ganz viel übers Tatortgucken gelernt, über Allgemeinplätze, Redewendungen usw. Wenn Sie mal etwas wirklich Schönes im Fernsehen sehen wollen, schalten Sie vor dem Tatort Arte ein. Da gibt es immer ganz tolle Leute, die fantastische Sachen machen, kochen und reden und überhaupt so skurril sind, dass man sie gar nicht erfinden könnte, selbst wenn man wollte. Gute Nacht.

Samstag, 14. November 2015

Scheißwochenende

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