Huhu,
dank des äußerst fair ausgerichteten Wettbewerbs des Kollegen
Wortmischer, verbleibt der Pokal bis zur nächsten Siegerehrung bei mir. Herzliche Grüße und vielen Dank dafür. Für eine Woche ziert er nun meine virtuelle Trophäenbank, die ich eigens dafür entstaubt habe.
Damit er dort allerdings nicht selbst verstaubt, bitte ich um möglichst viele erhellende Kommentare zu folgendem Bild. Gereimt, geredet, gegrantelt oder sonstwie beigebracht, küre ich pünktlich am Dienstag ab 23:59 Uhr den Sieger, um diesen dann am Folgetage zu präsentieren. Das sind so die Regeln, wie sie mir jetzt gerade einfallen. Wer es genauer wissen möchte, schaue doch bitte bei oben genannten
Kollegen nach.

Heute hätte ich mir beinah die Pulsadern an meinem rechten Arm aufgetrennt. Nun ja, es ist nur eine kleine Schnittwunde leicht oberhalb der Stelle, die dafür in Frage kommt, aber trotzdem. Es war knapp. Natürlich klebte ich sofort ein viel zu großes Pflaster auf die leicht blutende Wunde. Das schränkte mich aber so sehr ein, dass ich es nach kürzester Zeit wieder abnehmen musste. Das ging einfach nicht.
Wie ist das eigentlich, wenn man mit so einer Wunde in ein Krankenhaus eingeliefert wird? Besteht da grundsätzlich die Annahme, man würde Selbstmordgedanken hegen? Ich bin ja Rechtshänder und es läge mir wahrscheinlich nichts ferner, als mir mit der linken Hand den Arm aufzusäbeln. Allerdings trage ich, wie für einen Linkshänder typisch, meine Armbanduhr am rechten Arm. Naja, ich würde sie am rechten Arm tragen, weil ich gar keine Armbanduhr besitze. Als ich aber einmal eine hatte, trug ich die rechts.
Die Uhr hätte ich wahrscheinlich sowieso abgenommen. Die blutet ja sonst unnötig voll. Aber ich frage mich gerade, ob mich der Arzt oder die Ärztin beim Verbinden des Arms dann so nebenbei aushorchte, wie es um meine Vorlieben bestellt ist. Beteuert, dass ich auf keinen Fall Selbstmord hätte begehen wollen, habe ich bis dato wahrscheinlich schon oft genug. Dann werde ich also so nebenbei gefragt, ob ich Rechtshänder oder Linkshänder bin, ob ich da vielleicht in ein Denkschema passe, womöglich Hilfe brauche. Ich könnte den Umstand nicht einmal schreibend beweisen, weil der Arm so schmerzt, muss ich das Formblatt mit links ausfüllen.
Wie das denn überhaupt geschehen konnte, werde ich dann gefragt. Das glaubt mir doch keiner! Am Duschrollo, sage ich darauf. Am Duschrollo? Ich erkläre, dass ich das Duschrollo an den dafür vorgesehenen Bändern nach oben gezogen habe, und als dieses meinen Arm passierte, schnitt ich mir an der unteren Kante des Rollos den Arm auf. Am Duschrollo? Ja.
Ich werde unter fadenscheinigen Begründungen im Krankenhaus einbehalten. Nachblutungen, Fahruntüchtigkeit, obwohl ich gar nicht fahren muss. Ich sollte jetzt besser nicht allein sein. Ich bin nie allein. Ja, aber es ist keine Krankenschwester vor Ort. Nachblutungen. Was gibt es denn zum Abendessen, frage ich. Suppe, mit einem Holzlöffel.
Entschuldigung für den reißerischen Titel, aber hier liest ja sowieso kaum einer mit, da dachte ich kann auch nochmal so richtig auf den Putz hauen.
Entschuldigung für die Verspätung. Ich schätze, es wird auch nicht mehr besser, wenn ich noch eine Woche warten, oder?
Nun denn, dann. Wir haben eine Sieger und einen Zweitplatzierten.
Platz Nummer Zwei geht an das bayrische Walroß mit dem exquisiten Musikgeschmack, während Platz Eins an den Herrn mit dem Tick..., äh
Klicker geht. Herzlichen Glückwunsch!
Hier gehts
weiter!
Immer wieder freitags wird um lustige, denkwürdige, geistreiche Kommentarabgabe gebeten. So auch dieses Mal. Die Regeln können an dieser Stelle nachvollzogen werden. Ich bin lehne mich jetzt züruck und harre der Beiträge, die hoffentlich zahlreich erscheinen mögen.

Nun bin ich vor kurzem erst wieder auf dieses
Phänomen in der Literatur gestoßen und wollte es vor allem für mich einmal sammeln. Der bellende Hund scheint in der Literatur ja seinen festen Platz ingenommen zu haben, häufig um Stimmungen hervorzurufen oder um auf Geschehnisse aufmerksam zu machen, die dem Leser verborgen bleiben sollen. Deshalb hier die zwei Werke, in denen mir der bellende Hund begegnete:
Theodor Fontane: Irrungen, Wirrungen, Suhrkamp BasisBibliothek 2013, S. 9.
"...und mehr noch in einem gelegentlichen Hundegeblaff ihre Bestätigung fand. Wo dieser eigentlich steckte, das entzog sich freilich der Wahrnehmung..."
J.J.Voskuis: Das Büro, Band 1: Direktor Beerta, Verbrecher Verlag 2016, S. 542.
"..."Was hört ihr jetzt?", fragte er. "Ich höre einen Zug", sagte Nicolien. "Und was noch?" - weit entfernt bellte ein Hund - "Ich höre einen Hund." Es war erneut still. Sie horchten nun alle drei..."
Ergänzungen sind gern erwünscht. Wahrscheinlich werde ich selbst noch ein paar vornehmen, sobald ich wieder darüber stolpere.
Schrieb ich Ferien? Das war natürlich nicht so gemeint. Der Referendar und sein Verhältnis zu den Ferien lässt sich ungefähr mit dem Verhältnis vom Sommer zu seinem meteorologischen Beginn vergleichen: Entweder hat die Sonne vorher schon geschienen und man hat es gar nicht gemerkt, dass plötzlich Sommer war oder sie scheint gar nicht erst und mit Verachtung übergeht man den Eintrag im Kalender. Naja, und weil ja hier draußen die Sonne schien, habe ich mich zu dem Gebrauch des Wortes Ferien hinreißen lassen, obwohl es eigentlich Verachtung war, die ich zum Ausdruck bringen wollte. Das wollte ich nur noch einmal richtig stellen.
Ich werde an dieser Stelle nicht weiter ausholen, um zu beschreiben, womit ich mich in den „Ferien“ befassen muss. Es sind 15 Seiten in Arial, Schriftgröße 11, 1.5-zeilig. Ich dachte ja..., ach, lassen wir das.
Ich hatte doch heute am Tag der Zeugnisausgabe tatsächlich noch eine richtige Unterrichtsstunde, insofern man von Unterricht sprechen kann, der am Tag vor den Sommerferien überhaupt noch funktioniert. Die Kinder wollten Prominenteraten spielen. Dabei sitzen vier Leute vorn mit dem Rücken zur Tafel, während hinter ihnen an der Tafel ihr Name und ihre neue Persönlichkeit steht. Diese haben die Kinder zuvor selbst ausgehandelt, während die Ratenden im Flur warten mussten. Als alle soweit sind, werden von einem der Ratenden solange Ja/Nein-Fragen gestellt bis eine Frage mit Nein beantwortet wird. Dann ist der/die nächste an der Reihe.
13 Jahre alt sind die Kinder. Ich kenne niemanden mehr. Achso, das ist ein Youtuber, und wer ist das? Eine Comicfigur? Nein, ein Rapper. Um den Schein zu wahren, schlage ich vor, statt mit irgendwelchen Promis doch lieber mit historischen Figuren zu spielen. Also gut, eine Runde mal zur Probe. Wir haben drei Jungs ein Mädchen. Die einzige weibliche historische Figur, die sie kennen, ist Kleopatra. Die drei Jungs müssen Ludwig XIV., Napoleon (beides Stoff des letzten Halbjahres) und Alexander der Große sein. Hitler habe ich abgelehnt.
Die Runde beginnt mit Alexander dem Großen, der erst einmal fragt, ob er denn männlich ist. Ja. Ob er in Frankreich gelebt hat, nein. Das einzige Mädchen in der Viererrunde fragt, ob sie weiblich ist. Ja. Dann ist sie ja wohl Kleopatra. Ja. Der nächste Junge fragt nach seinem Geschlecht und ob er einst in Frankreich lebte. Ja, ja. Bin ich Ludwig XIV.? Ja. DasGleiche noch einmal bis auf die letzte Frage, die lautete: Bin ich Napoleon? Ja.
Alexander Große bleibt übrig und fragt sich durch die halbe Welt, bis er endlich weiß, dass er irgendwie mit Griechenland zu tun hat. Ich weiß nicht mehr wie er heißt, irgendwas mit "der Große", tut mir leid, ich kann das nicht raten. Ich habe den Namen vergessen, "Karl der Große" vielleicht? Nein? Die anderen geben ganz viele Tipps, bis ihnen die Tipps ausgehen und da vorn ein noch immer ratloser Alexander der Große mit teilweisem Gedächtnisverlust um seine Person.
Ich löse auf und lasse die Kinder wieder ihre Promis raten.
Sitze seit einer Minute auf der Bank auf der Limmer und schon setzt sich jemand dazu. Dazu kenne ich ihn auch. Es ist der unsympathische Bekannte eines Freundes von mir. Jetzt ist er wieder gegangen, weil ich anfing, auf meinem Smartphone diesen Text zu schreiben. Das war wohl irgendeine Art von Übertragung.
Außerdem habe ich dem Text eine rhetorische Figur der Wiederholung zugefügt. Leider habe ich den Namen vergessen.