Ich bin heute von einer Wespe in den Rücken gestochen worden, weil ich meinen Arm angelegt habe. Die Wespe befand sich auf meinem Hemd und stach zu zu, als sie merkte, es wird eng hier. Dann war es plötzlich nicht mehr eng, denn so ein Stich tut ja weh. Ich nahm den anderen Arm, die Hand, den Zeigefinger und Daumen und identifizierte das Insekt, ohne es zu beschädigen. Ich warf es auf den Boden, wo es konsterniert liegen blieb und sich nach mehrmaligem Anstupsen erst zum Weiterflug animieren ließ.
Vor zwei Tagen seilte sich eine Spinne von der Autodecke, also dem Innendach meines Autos, ab und fiel in die Lücke zwischen Hemdkragen und Hals. Mir lief sie dann über den Rücken, als unwohliger Schauer. Ich lehnte mich an die Rücklehne an, was aber schon zu spät war, denn sie krabbelte auf dem Sitz weiter, den ich schaurig gerührt verließ.
Ich erwäge, das Hemd auszusortieren, denn es war das gleiche.
Seit Tagen bin ich nun schon zu Hause und putze und repariere Dinge und immer wieder fällt mir etwas auf: Mein Nachbar steht jeden Morgen gegen halb zehn auf und setzt sich an den Tisch in die Küche, um Zeitung zu lesen. Soll er machen. Er reagiert manchmal ein wenig empfindlich, wenn ich ihn nicht grüße, denkt dann, es wäre etwas und fragt mich, und ich musste dann immer sagen, ich habe ihn gar nicht gesehen, weil ich nicht auf ihn geachtet habe.
Seit ein paar Wochen nun ist mir das zu blöd und ich grüße immer, ich hebe nur kurz die Hand und gehe weiter. Das Problem nämlich ist, ich kann ihn da wirklich oft nicht sehen. Die Fensterscheibe spiegelt so dermaßen, dass mir der Raum dahinter, dort wo mein Nachbar sitzt, verborgen bleibt und mir stattdessen einen Ausschnitt des grünen Hintergrunds unseres Gartens liefert.
In den Nachtstunden dreht sich das dann um. Dann sitzt er da drinnen und sieht mich nicht, wie ich ihn grüße, weil er dann den Garten nicht sehen kann. Ich bin deshalb aber nicht verstimmt. Die abends gesparten Grüße, setze ich ja jetzt morgens ein.
Seit heute Morgen ist Kind Nr. 6 auf der Welt, wohlauf und immerzu schlafend. War aber auch eine anstrengende Nacht.
Ich habe heute eine Mail geschrieben, die mir nicht leicht gefallen ist. Ich musste mich für einen verpassten Termin entschuldigen und um einen neuen Termin bitten. Fast eine Woche gärte diese Mail, die ich immer wieder mit einem Telefonat vor mich hertrieb, das ich dann erst recht nicht zu führen bereit war. Ist das noch Prokrastination oder gibt es dafür eine bessere Vokabel?
Sie: Es gibt hier Löffel im Angebot, die man essen kann.
Er: Häh? Wo?
Sie: Bei Kaufland.
Er: Löffel, die man essen kann...
Sie: Ja. Teller gibt es auch.
Er: Um sich den Abwasch zu sparen, oder was?
Sie: Genau. Umweltfreundlich.
Er: Und was kostet das?
Sie: Pro Person ca. 1,60 €.
Er: Das wird ja teurer als die Suppe, die darin serviert wird.
Sie: Suppe geht nicht, ist ein flacher Teller.
Bei den kurzen Meldungen, die ich hier abgebe, könnte ich glatt zu Twitter gehen, jetzt, da Elon Musk doch nicht kauft. Oder ich schreibe einfach mal wieder einen längeren Beitrag...
War heute versucht, Clemens J. Setz eine Mail zu schreiben, deren Inhalt sich darauf beschränkte, ihm Danke zu sagen für die Unordnung, die er in mir bei der Lektüre seines Buches "Die Bienen und das Unsichtbare" hinterlassen hatte. Habe den Gedanken verworfen.
Fragen Sie nicht, ich war da, einfach da und habe es nachgelesen. Ich habe es mehrmals nachgelesen und ich habe sogar dort nachgelesen, wo andere schon nicht mehr nachgelesen hätten, weil der Link - wie das nun mal so ist mit Links - längst tot war. Auch die Bilder habe ich verglichen, habe ich alles gemacht.
Der Davidstein ist ein Findling im Ortsteil Mardorf von Neustadt am Rübenberge in der Region Hannover in Niedersachsen. Er ist unter der Bezeichnung Goliathstein als Naturdenkmal geschützt.
Der
Goliathstein ist ein Findling im Ortsteil Mardorf von Neustadt am Rübenberge in der Region Hannover in Niedersachsen. Er ist unter der Bezeichnung „Davidstein“ als Naturdenkmal geschützt.
Tja, der Link ist tot, aber der hier
geht...