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Ich fuhr heute nach der DB (Dienstbesprechung) gegen 17:45 Uhr auf der A352 an einem dieser braunen Schilder vorbei, die auf Sehenswürdigkeiten der Region hinweisen sollen. Es handelte sich um die Auskunft, dass sich in unmittelbarer Entfernung die Herrenhäuser Gärten befinden sollen, die es womöglich wert seien, einen Abstecher in die Region zu machen, um sich diese anzusehen. Dabei kam mir der Gedanke, dass ich vor ungefähr 23 Jahren, ungefähr zu der jetzigen Zeit genau dort gewesen bin. Es gibt sogar ein Foto davon, wie wir, also meine damalige Klasse und ich nebst Klassenlehrerin vor einem Nebengebäude posieren, um diesen Moment für die Ewigkeit festzuhalten.

Ich habe das Foto nicht mehr, kann mich auch kaum an den Moment erinnern, aber an die Klassenfahrt und die äußeren Umstände erinnere ich mich sehr wohl. Damals habe ich angefangen zu rauchen. Ich war 16.

Diese Gedanken begleiten mich also, während ich mit ca. 100 Stundenkilometern an diesem Schild vorbeirase. Und plötzlich muss ich daran denken, also wenn mir das jemand gesagt hätte, dass ich* ungefähr 23 Jahre später in Hannover wohne, vier Kinder habe und Lehrer bin, den hätte ich ausgelacht dort stehen lassen.

*Ich habe mich hier einer Phrase bedient, die natürlich nicht derGedankenwelt Herrn neons direkt entsprungen ist, aber dennoch fand ich sie für würdig aufgenommen zu werden, da sich die Assoziation tatsächlich so ereignete. Wer sich an das Projekt "Vernetzt Euch!" noch erinnert, wird erahnen, welche Assoziation mich damals umtrieb und die ich hier tatsächlich einmal real, in Farbe und ungekünstelt, denn natürlich enstanden, ausleben konnte. Wie ich außerdem finde, ein schöner Schlusssatz, der ja nicht der letzte sein muss, jedenfalls nicht von mir.
NeonWilderness - 8. Mai, 16:20

Das Interessante an der Formulierung "Also wenn mir das jemand gesagt hätte, dass..." ist ja auch diese exkulpierende Passivität, die sie ausdünstet. Im Sinne von "Weil es mir niemand gesagt oder mich darauf hingewiesen hat, ist es mir so passiert", woraus folgert "Wenn es mir jemand gesagt hätte, wäre es mir niemals passiert".

Jetzt überlege ich natürlich sehr intensiv und angestrengt, was ich Ihnen vor langer Zeit hätte sagen können, damit Sie nicht in Hannover als Lehrer und nebenberuflicher Vater von vier Kindern enden. Ich hätte Ihnen wohl gesagt, dass ich die Stadt (ich war da mal für ein Projekt) für die bei weitem langweiligste Gebäudeansammlung der westlichen Hemisphäre halte (es heißt ja, Hannover sei zwar nicht der Arsch der Welt, aber man könne ihn gut von dort aus sehen). Zum Lehrerberuf kann ich nichts Kompetentes sagen, außer, dass ich ihn heute bei diesen oftmals rotzfrechen Dummbratzen mit YouTube-Karriereaspiration nicht machen wollte. Und bei vier Kindern fällt mir nun gar nichts Nachteiliges ein, außer, dass sie einen sicher gut auf Trab halten.

Soviel haben Sie also gar nicht falsch gemacht, was es zu bereuen gälte (und was man nicht durch einen Umzug heilen könnte ;). Und ich hoffe wirklich, Sie finden noch viele schöne Schlusssätze, auch auf einer anderen Plattform. Wenn ich Ihnen dabei helfen kann, sagen Sie gerne Bescheid.


steppenhund - 11. Mai, 03:03

"Wenn mir das jemand gesagt hätte, ..." Ich hätte ihm eine oder mehrere Ohrfeigen angedreht, wenn mir gesagt worden wäre, dass ich einmal bei einer Versicherung arbeiten werde. (Das war das Letzte und Letztklassigste, was ich mir hätte vorstellen können.
Später akzeptierte ich einen Free-lance-Job bei einer Versicherung, in der IT. Nach einem Jahr, ich war damals 48, wurde mir eine Anstellung angeboten. Ich war von den Aufgabenstellungen in der IT so angetan, dass ich annahm. Insgesamt zehn Jahre habe ich dort gearbeitet. Die Versicherung bot mir jede Menge nützlicher Zusatzausbildungen an und bezahlte nicht nur gut sondern kam auch für die Kosten bei verschiedenen Konferenzen auf, bei denen ich Vortragender war. Die waren nicht unbedeutend, die Teilnahme bei einer Konferenz in Washington D.C. kam die Firma sicher auf ca. 4.000 € zu stehen.
Aber wie schon zu Beginn erwähnt: "wenn mir das jemand gesagt hätte, ..."
Im Übrigen halte ich so wie mein Vorkommentator sowohl die vier Kinder als auch die Lehrtätigkeit nicht nur als herzeigbar an,sondern würde es auch als Erfolgsmodell befriedigend ansehen.
Ich habe übrigens als Nebenjob auch Vorlesungen in Leipzig und Wien gehalten und fand den Kontakt mit den jungen Studenten als sehr erfrischend und anregend.
Zu Hannover möchte ich noch bemerken, dass es vielleicht eine eher "dröge" Stadt ist. Allerdings höre ich auch die Aussage, dass die Hannoveraner das schönste Deutsch sprechen. Das ist doch auch etwas, oder?

Lo - 11. Mai, 10:51

Donnerwetter, Herr Steppenhund!
Wenn mir das jemand gesagt hätte, dass ich es noch nicht einmal zum Klassensprecher einer Zwergenschule bringen würde....

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Zuletzt aktualisiert: 11. Mai, 10:52

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